Das Mitarbeiterbeteiligungs programm BSPCE – Die Bindung von Talenten: Funktionsweise - PeersGroup
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Das Mitarbeiterbeteiligungs programm BSPCE – Die Bindung von Talenten: Funktionsweise

Publié le 22 April 2020 dans Business

BSPCE (Bons de Souscription de Parts de Créateur d’Entreprise) sind ein Tool, mit dem sich ein Unternehmen das Interesse der Angestellten für die Geschäftsergebnisse sichern und dafür sorgen kann, dass die Interessen der Mitarbeiter mit denen des Unternehmens übereinstimmen und alle an einem Strang ziehen. Sie sind zudem ein Hebel, um Talente in einem angespannten Arbeitsmarkt anzulocken und an das Unternehmen zu binden. Des Weiteren können sie in Management-Pakete von Managern oder Führungskräften integriert werden.

Bei BSPCE handelt es sich um von der emittierenden Gesellschaft kostenlos ausgegebene Optionsscheine, die den Begünstigten Rechte auf die Zeichnung von Aktien gewähren. Der endgültige Zeichnungspreis wird am Tag der Ausgabe festgelegt, der Nettogewinn unterliegt einer Vorzugsregelung. Die eventuelle Wertsteigerung der Aktien zwischen dem Tag der Ausgabe der BSPCE und dem Tag der Übertragung der Aktien durch die Ausübung der BSPCE ermöglicht dem Begünstigten potenziell hohe Gewinne.

BSPCE können an Angestellte und Führungskräfte der emittierenden Gesellschaft ausgegeben werden, aber auch an jene von Tochtergesellschaften, an denen ein Anteil von mehr als 75 % gehalten wird.

Nur Aktiengesellschaften (einschließlich SAS, vereinfachte Aktiengesellschaften französischen Rechts) können BSPCE ausgeben. Hierzu müssen sie die folgenden Bedingungen erfüllen:

Es muss sich um eine nicht börsennotierte Gesellschaft oder eine Gesellschaft mit einer geringen Börsenkapitalisierung handeln (weniger als 150 Millionen Euro).
Die Gesellschaft muss seit mindestens 15 Jahren eingetragen sein.
Die Gesellschaft muss in Frankreich unternehmenssteuerpflichtig sein.
Die Gesellschaft muss direkt und seit ihrer Gründung im Besitz von einer oder mehreren Privatpersonen (mindestens 25 %) oder von einer oder mehreren juristischen Personen sein, die sich wiederum selbst im Besitz von einer oder mehreren Privatpersonen befindet (mindestens 75 %).
Die Gesellschaft muss ex-nihilo gegründet worden sein, d. h. sie darf nicht aus der Umstrukturierung eines älteren Unternehmens oder der Übernahme von vorherigen Aktivitäten hervorgegangen sein.

  • Es muss sich um eine nicht börsennotierte Gesellschaft oder eine Gesellschaft mit einer geringen Börsenkapitalisierung handeln (weniger als 150 Millionen Euro).
  • Die Gesellschaft muss seit mindestens 15 Jahren eingetragen sein.
  • Die Gesellschaft muss in Frankreich unternehmenssteuerpflichtig sein.
  • Die Gesellschaft muss direkt und seit ihrer Gründung im Besitz von einer oder mehreren Privatpersonen (mindestens 25 %) oder von einer oder mehreren juristischen Personen sein, die sich wiederum selbst im Besitz von einer oder mehreren Privatpersonen befindet (mindestens 75 %).
  • Die Gesellschaft muss ex-nihilo gegründet worden sein, d. h. sie darf nicht aus der Umstrukturierung eines älteren Unternehmens oder der Übernahme von vorherigen Aktivitäten hervorgegangen sein.

Zum Zeitpunkt der Ausgabe der BSPCE durch die Gesellschaft müssen sämtliche Bedingungen erfüllt sein. Die Entscheidung, BSPCE auszugeben, wird von der außerordentlichen Generalversammlung oder gemeinsam durch die Gesellschafter der SAS getroffen, die außerordentliche Generalversammlung legt zudem die Ausgabemodalitäten fest. Die AGV beschließt insbesondere Folgendes:

Den Kaufpreis der mit den BSPCE gezeichneten Aktien
Die Liste der Empfänger der BSPCE
Die Frist für die Ausübung der BSPCE

  • Den Kaufpreis der mit den BSPCE gezeichneten Aktien
  • Die Liste der Empfänger der BSPCE
  • Die Frist für die Ausübung der BSPCE

Die ausgegebenen BSPCE müssen innerhalb der von der AGV festgelegten Frist ausgeübt werden. Der Ausübungspreis der BSPCE kann vom Angestellten per Scheck oder Überweisung bezahlt oder durch Zahlungen, die ihm vom Unternehmen geschuldet werden (Lohn, Prämie usw.) ausgeglichen werden.

Die emittierende Gesellschaft kann im Übrigen einen Zeitplan für das Geschäftsjahr („Vesting“) festlegen und die Fristen bestimmen, zu denen die BSPCE definitiv an den Inhaber übergehen und ausgeübt werden können. Ein solches System ermöglicht es, das Engagement und die Treue der Mitarbeiter zu belohnen, die das Recht erhalten, ihre BSPCE im Zuge ihrer Tätigkeit für das Unternehmen nach und nach auszuüben. Die Ausübung der BSPCE kann zudem kumulativ oder alternativ zum Dienstalter des Angestellten an individuelle und/oder kollektive Leistungskriterien geknüpft werden.

Wenn die BSPCE ausgeübt werden, muss das Unternehmen die Zeichnung der durch die Ausübung der BSPCE erworbenen Aktien in seinem Verzeichnis für Wertpapierumsätze registrieren und im Namen des Begünstigten ein individuelles Gesellschafterkonto eröffnen.

Wenn die Gesellschaft ihr Kapital in den sechs Monaten vor der Gewährung der BSPCE durch die Ausgabe von Aktien erhöht hat, die gleichwertige Rechte gewähren wie die Aktien aus der Ausübung der BSPCE, muss der Kaufpreis der durch die Ausübung der BSPCE gezeichneten Aktien mindestens dem Emissionspreis der im Rahmen dieser Kapitalerhöhung ausgegebenen Aktien entsprechen.

Dieser Kaufpreis kann für die BSPCE, die seit dem 23. Mai 2019 ausgegeben wurden, um einen Abschlag reduziert werden, der dem wirtschaftlichen Wertverlust der Aktien seit der Kapitalerhöhung entspricht. Wenn die Rechte der Aktien aus der Ausübung der BSPCE nicht mindestens gleichwertig mit jenen der Aktien sind, die im Rahmen einer Kapitalerhöhung in den letzten sechs Monaten vor der Zuweisung der BSPCE ausgegeben wurden, ist es seit dem Finanzgesetz 2020 möglich, den Kaufpreis um einen der Differenz dieser Rechte entsprechenden Abschlag zu reduzieren.

Im Vergleich zu Stock Options bilden BSPCE eine Nische, um von Steuererleichterungen zu profitieren. Der Nettogewinn, der durch die Übertragung der gezeichneten Aktien bei der Ausübung der BSPCE realisiert wird, d. h. die Differenz zwischen 1) dem Veräußerungspreis und 2) dem Kaufpreis muss gemäß der steuerlichen Behandlung von Gewinnen aus der Veräußerung von Wertpapieren versteuert werden.

Für BSPCE, die vor dem 1. Januar 2018 zugewiesen wurden, beträgt der für den Nettoveräußerungserlös geltende Steuersatz 19 %. Dieser Satz erhöht sich auf 30 %, wenn der Empfänger der Optionen zu dem Zeitpunkt, an dem der Veräußerungsgewinn realisiert wird:

  • seit weniger als 3 Jahren für die emittierende Gesellschaft tätig ist,
  • kein Angestellter/keine Führungskraft mehr ist und weniger als 3 Jahre in der emittierenden Gesellschaft tätig war.
  • Der Nettogewinn unterliegt zudem den fälligen Sozialabgaben für Einkommen aus Vermögen mit einem Satz von 17,2 %.

Seit dem Finanzgesetz 2018 ist der Nettoveräußerungserlös im Zusammenhang mit der Ausübung von BSPCE, die nach dem 1. Januar zugewiesen wurden, für die einmalige Pauschalabgabe (Prélèvement forfaitaire unique, PFU) berechtigt, d. h., für einen Steuersatz von 30 % (12,8 % für die Einkommenssteuer und 17,2 % für die Sozialabgaben). Der Steuerzahler behält die Möglichkeit, sich für die weiter oben beschriebene klassische Regelung zu entscheiden.

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Veranschaulichung der Versteuerung im Zusammenhang mit BSPCE: ES = Einkommensteuersatz; SA= Sozialabgaben.

Manche Unternehmen stellen ihren Angestellten bei der Zuweisung von BSPCE ebenfalls einen Gewinnrechner zur Verfügung, damit sie ihren Nettoerlös berechnen und alle Variablen berücksichtigen können, die sich nach der Ausübung der BSPCE auf diesen Betrag auswirken.

Es gilt festzuhalten, dass die Aktien, die durch die Ausübung von BSPCE erworben werden, nicht in das Aktienportfolios eines Aktiensparplans (Plan d’Epargne en Actions, PEA) integriert werden können. Die Steuervorteile der BSPCE sind nicht mit den vorteilhaften Steuervorschriften des PEA kumulierbar.

Kontaktieren Sie uns unter contact@financepeers.fr, um noch tiefere Einblicke in die Materie zu erhalten. Wir beantworten Ihnen Ihre Fragen gerne und können Sie bei der Einführung von BSPCE, BSA und Management Packages begleiten.